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Untersbergbahn, Untersberg bei SalzburgUntersberg (www.untersberg.net)

Der mysthische Hausberg Salzburgs

Markant, majestätisch, unübersehbar: Der Untersberg, Hausberg der Salzburger, ragt als Eckpfeiler der Berchtesgadener Alpen weit ins Salzburger Becken vor. Der imposante Tafelberg mit schroffen Felsabbrüchen im südlichen und östlichen Teil wacht über der Mozartstadt und markiert den Beginn der Alpen. Das gesamte Massiv des Berges nimmt eine Fläche von rund 70 Quadratkilometer ein, von dem 17 Quadratkilometer großen Plateau kann man einmalige Ausblicke genießen: vom Chiemsee über das Salzkammergut bis zu den hohen Tauern.                                    www.untersbergbahn.at                                    

Der Untersberg ist ein mythischer Platz: Zahlreiche Sagen ranken sich um den Untersberg. Die bekannteste hat Kaiser Karl V. zum Protagonisten: Er wohne im Untersberg und beherrsche die kleinen Bewohner des Salzburger Hausberges. Dort, im geheimnisvollen Inneren des Berges, sitze er an einem Tisch, um den sein Bart bereits zweimal gewachsen sei. Erreicht er die Länge, den Tisch drei mal zu umwickeln, erwache der Kaiser aus seinem Schlaf – und das Ende der Welt sei gekommen.

Die Siedlungsgeschichte rund um den Untersberg begann circa 5000 vor Christus. Zwischen 1800 und 1200 vor Christus florierte die Gegend wegen der Kupfervorkommen am Berg. Den ersten namentlichen Besucher des Berges kennt die Geschichte als Profuturus (zweites Jahrhundert vor Christus), sein Leichnam ist am Friedhof St. Peter in Salzburg begraben. Im ersten Jahrhundert vor Christus begannen die Römer, Marmor abzubauen. Der Marmor-Bergbau hat auch heute noch wirtschaftliche Bedeutung für die Region, ein Spezifikum sind die Untersberger Marmor-Kugelmühlen, die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebten. Die wirtschaftliche Nutzung des Untersbergs begann früh, beispielsweise stammen die ältesten bekannten Arbeiten aus Untersberger Marmor aus der Römerzeit. Heute ist der Berg, der zu 70 Prozent auf bayrischen Gebiet liegt, neben dem Bergbau auch in der Wasserwirtschaft, der Almwirtschaft und der Jagd- und Forstwirtschaft von großer Bedeutung.

Untersberg-Seilbahn
Panoramablick über Salzburg

Die Untersbergbahn wurde 1961 nach dreijähriger Bauzeit eröffnet und befördert heute rund 150.000 Touristen und Einheimische von St. Leonhard zum Geiereck. Die Gondelbahn überwindet in 8,5 Minuten Fahrzeit einen Höhenunterschied von 1320 Metern. Die zwei Gondelkabinen für bis zu 50 Personen verlaufen an einem Tragseil, das aus 259 Drähten besteht. Es hat ein Eigengewicht von 48,7 Tonnen und ist in der Talstation an einer Spanneinrichtung mit 80 Tonnen Gewicht fixiert. Die größte Neigung von Spann- und Zugseil beträgt 79 Prozent, im Mittel legt die Bahn eine Steigung von 52 Prozent mit einer Höchstgeschwindigkeit von 7 Metern pro Sekunde zurück. Die Untersbergbahn übertrifft mit ihren technischen Eckdaten viele andere Seilbahnen der Alpen. Die im Pendelverkehr betriebene Zweiseilbahn überwindet nicht nur einen außergewöhnlich großen Höhenunterschied von 1320 Metern, verblüffend ist vor allem das enorm lange frei hängende Spannfeld zwischen Talstation und der ersten Stütze: 1,548 Kilometer Seil liegen zwischen St. Leonhard (456 Meter Seehöhe) und dem ersten Stützpfeiler auf 1100 Metern Seehöhe.

Vom Gipfel aus genießen Sie einen unbeschreiblich schönen Panoramablick auf das Salzburger Becken und auf das Berchtegadener Land. Bei sehr guter Sicht sehen Sie auf der einen Seite die Seen des Alpenvorlandes und auf der bayrischen Seite den Königssee. Die herrlichen Höhenwanderwege bieten Ihnen die Möglichkeit, auf über 1800m bequem die Bergwelt mit seinen Naturschönheiten zu erkunden. Ein besonderes Ziel ist die Untersberger Eishöhle, die man zu Fuß erreichen kann (ca. 2 Stunden von der Berstation entfernt), ein einmaliges Erlebnis!

Naturpark Untersberg
Freizeitparadies in intakter Natur

Der Naturpark Untersberg ist die erste Region im Land Salzburg, die zum Naturpark erklärt wurde. Damit soll sicher gestellt werden, dass die landschaftliche Schönheit und die einzigartige Fauna und Flora erhalten bleiben. Der Naturpark Untersberg bietet Erholung, Beschäftigungsmöglichkeiten für Jung und Alt und spielerische Vermittlung von Wissen über den Wald und seine Bewohner. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit zum Klettern, Wandern und Paragleiten. Eine weitere Attraktion: der Untersberger Waldquizweg. An 13 Stationen können Sie Ihr Wissen über Wildtiere, Pilze, Mineralien und Bäume vertiefen und auffrischen. Für Kinder ist der Erlebnisspielplatz mit Bachspielplatz und zahlreichen Spielgeräten ein echtes Highlight. Von der Sandgrube über Indianer-Zelte bis zur russischen Kegelbahn können die Kleinen hier nach Herzenslust toben und tollen. Ebenfalls hoch im Kurs bei den Kids: das Wildgehege Wolfschwang mit täglicher Fütterung um 16 Uhr. Die Waldkneippanlage zwischen Latschenwirt und Bruchhäusl lockt Besucher, die ihrem Körper nach den Regeln von Pfarrer Kneipp etwas Gutes tun wollen. Nach dem erfrischenden Kneipp-Bad entspannen Sie auf der Liegewiese.

Untersbergmuseum
Alle Informationen zum Untersberg

Im Herzen von Grödig wurde im Jahr 1990 im ehemaligen Wohnhaus des Kalkbrenners von Fürstenbrunn das Untersbergmuseum eröffnet. Es liegt am Fuße des Untersberges, nahe dem Ursprung der Glan. Als Besucher erfahren Sie alles Wissenswerte rund um den Hausberg Grödigs, den Untersberg. Als Schwerpunkte werden im Museum dargestellt:

  • Gewinnung und Verarbeitung von Marmor einst und heute
  • Aufbau und Betrieb einer Kugelmühle, wirtschaftliche Bedeutung in früheren Zeiten
  • Wasser vom Untersberg für die Stadt Salzburg
  • Das Untersberger Moor zwischen Glanegg und Leopoldskron
  • Sagenwelt des Untersberges
  • Originalmasken der "Wilden Jagd"

Öffnungszeiten:

Mai bis Oktober: Sa, So und Feiertag 13:00 bis 18.00 Uhr
November bis April: Sa, So und Feiertag 13.00 bis 17.00 Uhr

Nähere Infos: www.untersbergbahn.at  www.untersberg.net